Abuja/Nigeria

Hallo zusammen!!!

Carsten und Tina waren so nett uns unser 2. Nothilfepacket mitzubringen. In unserem neuen Zelt gefaellt es uns richtig gut, das Objektiv, dass Ingo uns besorgt hat haben wir sofort ausprobiert und das Weihnachtspaeckchen das Dorit uns gepackt hat, hat richtig gut geschmeckt. Es gab auch noch neues Getriebeoel und neue Schlaeuche. Die beiden haben uns noch ein grosses Nutellaglass und den Tourenfahrer dazugelegt. Danke fuer eure liebe Hilfe. Achja... Juergen und danke das Du auch diesesmal die Sachen gesammelt/ besorgt hast.

In Lome waren wir 5 Wochen und wir haben den Abfahrtstermin immer wieder verschoben. Es ist uns schwer gefallen los zu fahren.

(Anm. d. Red.: kein Wunder bei der Lage, siehe Postkarte)

Postkarte-Lome

Nachdem wir uns dann aber fest vorgenommen hatten weiter zu fahren und alles wieder auf den Motorraedern verstaut hatten sind wir genau 50 km gefahren, als Werner ein komisches Schleifen am Vorderrad hatte. Der letzte Bahnuebergang ist seinem Vorderrad nicht bekommen. Eine Speiche schleift am Bremssattel. Es bleibt uns keine Wahl wir muessen wider zurueck. In Lome ist ein KTM Haendler der die Speichen spannen kann. So haben wir es dann auch gemacht. Am Campingplatz wurden wir gefragt, warum wir unser Zelt eigentlich abgebaut haben.
Wir haben es am naechsten Morgen dann nochmal versucht. Alice hat uns versprochen ihren Fetisch ruhig zu halten damit es diesesmal mit der Abreise klappt.
Diesesmal fahren wir direkt an der Kuestenstrasse ueber die grosse Grenze. Eigentlich wollten wir das nicht, weil wir nicht wussten wie schwer es wohl sein wird mit unserem nicht abgestempelten Carnet auszureisen. An den kleinen Grenzen wissen die Beamten oft nicht so gut Bescheid.
Werner kommt voellig enttaeuscht mit den Carnets in der Hand vom Zoll. Wir hatten uns umsonst Sorgen gemacht es war ueberhaupt kein Problem. Gestempelt, Zettel rausgerissen fertig.

BENIN

An der Benin Grenze laeuft auch alles wir am Schnuerchen und auf in ein neues Land.
Kurz hinter der Grenze werden wir von einem Millitaerposten angehalten. Was jetzt? Wir steigen ab und werden gefragt, was wir trinken moechten. ,,Was soll die Cola denn kosten?" Wir bekommen ein Cola und eine Sprite in die Hand gedrueckt. " Nein, nein das kostet nichts." Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter, um dann in einer kleinen Bar auf Jan und Sonja zu warten die kurz nach uns bei Alice losgefahren sind. Zwei Stunden vergehen aber kein Jan und keine Sonja. Wir muessen jetzt weiter damit wir nicht im Dunkeln fahren muessen. Wir uebernachten heute in Abomey. Wir muessen uns nach fast 2 Monaten auf Campingplaetzen von Europaeren wohl wieder an den Afrikastandart gewoehnen. Kein Wasser, kein Strom.
Wir haben leider keine Zeit mehr laenger im Benin zu bleiben, da wir spaetestens am 2. Frbruar in Nigeria einreisen muessen. Das heisst fuer uns jetzt Gas geben. Eine Nacht schlafen wir noch in der Mission in Ndali und dann geht es auf die Piste nach Nicki der Grenzstadt zu Nigeria.
Jan und Sonja waren schon hier, wenigstens stehen sie schon im grossen Buch.

NIGERIA

In Nigeria hatten wir uns die Grenzformalitaeten schwieriger vorgestellt. Wir reisen am 1. Februar ein.
Bei der Polizei bekommen wir problemlos unseren Einreisestempel und 28 Tage Aufenthalt. Dann geht es zur medizinischen Kontrolle, Gelbfieber Impfung und ob wir Lebensmittel dabei haben? Nein natuerlich nicht. Kontrollieren tun sie das Gott sei dank nicht. Als letztes kommt der Zoll. Das Ausfuellen des Carnets ist an dieser Grenze keine alltaegliche Taetigkeit aber gemeinsam bekommen die Zoellner das hin.
Dann noch schnell die letzten CFA in Naira gewechselt.
Die Piste wird schlagartig schlechter (ca.10km) bis zu einem Mann, der von uns Strassenbenutzungsgebuehr verlangt. Wir fragen fuer welche Strasse und er verspricht uns, das es besser wird. Gut wir zahlen die 20 Naira (keine 10 Cent) und er hatte recht. Ein Stueck der Strasse ist sogar schon asphaltiert (ca.10 km). Da wir aber noch mal abbiegen muessen um nach Kaiama zu kommen, bedeutet das fuer uns weitere 100 km schlechte aber fahrbare Piste. Zum Sonnenuntergang kommen wir in Kaiama an, kochen noch ein paar Nudeln mit Sosse und fallen ins Bett.
Am naechsten Tag fahren wir ca. 300 km auf Asphalt in allen Ausfuehrungen. Nagelneu bis grottenschlecht. Bis Bida. Hier stehen wir nun, es ist Wochenende wir muessen tanken und wir brauchen Geld. Wir haben natuerlich die letzten Tage nach Banken gesucht aber die tauschen nicht und der Schwarzmarktkurs war miserabel.
Wir haben Glueck, wir finden einen Banker der einem Geschaeft am WE nicht abgeneigt ist, der Kurs naja aber wir wollen weiter. Jetzt muessen wir nur noch eine Tanke finden die Benzin hat. Diese Stadt besteht zu 50% aus Tankstellen aber eine zu finden die auch Sprit hat ist nicht so einfach.
Mit Geld in der Tasche und Sprit im Tank fahren wir in die Hauptstadt Abuja. Der Verkehr nimmt zu und ca. 60-70km vorher beginnt ein doppelspuriger Expressway.
Abuja selber ist eine gigantische neue Stadt. Hier ist alles groesser und neuer. Wir haben das Gefuehl wir haben Afrika verlassen. Nur das Benzinproblem bleibt uns erhalten.
So und gleich gehen wir zur Angolabotschaft und ihr koennt uns alle mal die Daumen druecken das wir das Visum bekommen. Allerdings die Botschaft von Cameron hat hier auch schon ein Baugrundstueck. Nur das Haus fehlt noch.

Schoene Gruesse aus dem 40 Grad heissen Abuja

Werner und Claudia