Capetown/Southafrica

Captown!!!!! :-)))

... aber vorher ist noch eine ganze Menge passeirt.

Namibia

Bevor wir Harry in Windhoek getroffen haben, sind wir noch mit einer kleinen Gruppe von13 Leuten ueber den Gemsberg Pass in den Naukluft Park gefahren, um an einen netten kleinen wilden Campingplatz zu grillen und zu uebernachten.
Am naechsten Morgen sind wir dann zuegig zurueck nach Windhoek gefahren, wo Harry am Bagpacker schon auf uns gewartet hat.
Von jetzt an koennen wir ohne Gepaeck fahren. Das hat Harry freundlicherweise fuer uns uebernommen.
Von einem deutsch-norwegischen Paerchen deren Urlaub schon zu Ende war, haben wir zwei Kartons Lebensmittel uebernommen, mit Reis und Toilettenpapier waren wir fuer die naechsten drei Wochen ausgestattet danke nochmal.
Von Windhoek sind wir Richtung Ethosha Park aufgebrochen. Da wir mit unseren Motorraedern dort nicht rein duerfen, haben wir sie in Tsumeb am Backpacker stehen lassen und sind zu Harry ins Auto gestiegen.
Der Etosha Park war fantastisch. Wir haben unglaublich viele Zebras, Giraffen, verschiedene Boecke und Gnus gesehen. Hin und wieder haben wir auch Elefanten gefunden. Einer von denen ist uns auf der Piste entgegengekommen und hat uns dazu gezwungen ein bisschen rueckwaerts zu fahren, bevor wir uns getraut haben ihn an uns vorbeigehen zu lassen. Der Aussichtspunkt auf die Salzpfanne war auch sehr beeindruckend. Man hat den Eindruck, man schaut ins Nichts.
Die Nacht haben wir auf einem der Campingplaetze mit Wasserloch im Park verbracht und es sind tatsaechlich 4 Nashoerner zum trinken gekommen.
Am naechsten Morgen brechen wir zu unserer zweiten Runde auf. Der Hoehepunkt waren die zwei Loewen, die ca. 5m von der Piste entfernt im Gras lagen.
In Tsumeb, haben wir unsere Motorraeder wieder abgeholt und sind weiter Richtung Norden gefahren. Ins Land der Himba und zu den Epupa Wasserfaellen. Dafuer hatten wir uns eine 4x4 Piste ausgesucht, die sich direkt am Kunene River entlangschlaengelt.
Die Piste liess sich langsam aber super fahren, bis wir vor einer Flussdurchfahrt standen. Nach einem Fussmarsch duch den Fluss, haben wir uns fuer eine Spur entschieden. Werner hat zuerst versucht sein Motorrad auf die andere Seite zu bringen. Ungefaehr bis zur Haelfte ist er gekommen, dann stand es wie einbetoniert im Schlamm. Zu dritt haben wir es dort wieder herausbekommen und sahen aus, wie die Schweine. Mit meinem Motorrad, hat Werner dann ordentlich Schwung geholt und hat es bis ans andere Ufer geschafft.
Mit dem Auto sind wir noch ein bisschen am Ufer auf und ab gefahren. Da wir leider keine bessere Stelle gefunden haben und es nicht riskieren wollten das Auto festzufahren, haben wir uns entschieden, uns zu trennen und am Abend auf dem Campingplatz von Epupa wiederzutreffen. Wir wollten die Motorraeder auch nicht wieder zurueck fahren.
Also haben wir uns noch etwas zu Essen und Wasser eingepackt und sind weiter.
Schnell haben wir bemerkt, das die Piste auf der anderen Seite des Flusses in einem wesentlich schlechteren Zustand ist. Ausserdem muessen wir ueber ein paar ziemlich steile Berge, an denen uns auf dem losen Geroell das Hinterrad beim Fahren durchdreht. An ein paar Stellen kann ich nicht mehr anfahren ich gebe zwar Gas aber mein Hinterrad dreht auf der Stelle. Ich warte, das Werner mir mein Motorrad hochfaehrt. Den Campingplatz in Epupa erreichen wir nicht mehr. Wir sind nach dem Fluss noch 20km gefahren und fragen in einem Himbadorf, ob es moeglich ist bei ihnen zu uebernachten. Die Verstaendigung ist sehr schwer, da die Himba kein Wort Englisch sprechen. Mit Haenden und Fuessen, verstehen sie was wir von ihnen wollen. Sie zeigen uns einen Patz, wo wir schlafen koennen. Danach setzen wir uns noch zu ihnen ans Feuer. Es war eine unbeschreibliche Atmosphaere. In der Ferne sehen wir Blitze zucken. Wir beten, das wir heute Nacht vom Regen verschonet bleiben, da wir uns ja eigentlich in Epupa treffen wollten und nichts zum Schlafen dabei haben. Wir legen uns auf unsere Protektorenhemden und schlafen nach dem anstrengenden Tag, auf dem steinigen Boden, sogar ein. Am naechsten Tag stehen uns noch ein paar weitere Berge und eine Flussdurchfahrt bevor, bevor die Piste wieder besser wird. Ausserdem geht uns das Wasser aus. Hoffentlich halten die Motorraeder und vor allem die Reifen wir koennen nichts reparieren. Harry weiss zwar, das wir kommen muessen, aber es gibt hier so viele kleine Pisten, dass die Chance, das er uns findet nicht sehr gross ist.
Gegen 14 Uhr kommen wir in Epupa an, sind heilfroh, dass alles gut gegangen ist und Harry auf uns wartet. Er ist uns auch ein Stueck entgegengefahren und dank Computer und GPS haben wir festgestellt, dass wir tatsaechlich auf unterschiedlichen Pisten unterwegs gewesen sind.
Fuer die Epupa Falls haben sich die Strapazen aber auf alle Faelle gelohnt. Man weiss gar nicht, wo man hinsehen soll. Das ist eine ganze Wasserfall-Landschaft.
Von nun an geht es immer Richtung Sueden. Die Landschaft ist berauschend und wir sehen auch ein paar Spingbock- und Oryxherden (grosse Boecke).
Sogar ein paar Giraffen laufen uns ueber den Weg.
Kurz hinter Sesfontaine verbringen wir die naechste Nacht. Eigendlich wollten wir auf dem Campingplatz schlafen. Aber der wollte 60Namib Dollar, also 6 Euro, fuer einen unbewachten Patz ohne Zaun und Service. Da wir sowieso mitten im Nirgerdwo waren, haben wir uns dazu entschlossen den guenstigeren Platz vor dem Campingplatz ohne Zaun und Service zu nehmen und wild zu zelten. Der Typ vom Campingplatz guckt nicht schlecht, als er uns sieht aber machen kann er nichts und geht nach Hause.
Als wir am naechsten Tag an einem Schild, Achtung Elefanten, vorbeigekommen sind, sind wir mit einem einheimischen Fuehrer auf Elefantensuche gegangen. Die Motorraeder haben wir dafuer an der Farm stehen gelassen. Nach drei Stunden haben wir entaeuscht aufgegeben.
Eigentlich wollten wir dann an die Skeleton Coast fahren. ABER ... Mororraeder sind in diesem Nationalpark nicht zugelassen. Da konnten wir auch nicht drueber verhandeln. Also sind wir nach Twyfelfontaine gefahren und haben uns die Felsgravuren angesehen.
An diesem Tag haben wir einen Temperatursturz von 20 Grad. Wir sind bei ca. 40 Grad in Twyfelfontain los gefahren und bei ca. 20 Grad in Swakopmund an der Kueste angekommen. Die letzten ca. 100 km waren die Hoelle. Waehrend Harry meinte, die Jugend von heute haelt ja nichts mehr aus und bequem im Auto sitzt, blaest uns der Meerwind entgegen, auf einer mit dem Lineal gezogenen strunzlangweiligen Piste, auf der es bei 90km/h so kalt wird, das ich eine kurze Pause zum Aufwaermen brauche.
Swakopmund ist eine nette kleine Stadt mit ein paar netten alten deutschen Gebaeuden und einem Reifendealer, der uns unsere neuen Hinterreifen aufzieht. Werner faehrt naemlich mittlerweile auf der Karkasse.
Durch den Naukluft Park, fahren wir nach Sesriem in die Namib. Und schlagartig wird es auch wieder waermer. Die letzten 60km bis nach Soussousvlei fahren wir wieder gemeinsam im Auto um uns die groessten Duenen der Welt bei Sonnenuntergang anzusehen.
Da wir etwas unter Zeitdruck sind, entscheiden wir uns dazu zum Fishriver zu fahren und nicht mehr nach Luederitz.
Auf dem Weg dahin uebernachten wir auf einer Farm. Die Farmerin erzaehlt uns, dass es noch ein altes deutsches Fort auf der Farm gibt, dass auf ein Wasserloch aufgepasst hat, dass auf der Farm liegt. Sie hat uns den Schluessel fuer das Tor gegeben, damit wir es uns ansehen koennen.
Am Fishriver Canyon sortieren wir unsere Sachen wieder auseinander und machen eine Tour von einem Aussichtspunkt zum Naechsten. Das ist eine gigantische Schlucht in die man dort hineinschaut.
Und dann heisst es Abschied nehmen. Die letzten drei Wochen sind wie im Flug vergangen wir hatten viel Spass zusammen. Harry faehrt jetzt wieder Richtung Windhoek und wir fahren nach Sued Afrika.

Sued-Afrika

So schnell wie moeglich fahren wir nach Kapstadt, um Andrew wiederzutreffen, mit dem wir uns einen Container teilen um nach Perth (Australien) zu verschiffen.
In Kapstadt haben wir einen Sued Afrikaner kennen gelernt, (dessen Adresse wir hatten) er hat auch eine HPN und kennt sich super mit Motorraedern aus. Er hilft uns bei allen Fragen die wir haben, zeigt uns wo wir in Kapstadt neue Luftfilter bekommen, wo Werner neue Cross Stiefel bekommt u.s.w.. Er hat sogar einen neuen Protektor fuer den Lenker fuer mich. Den habe ich auf dem Weg zu den Epupa Falls verloren.
Ostermontag haben wir einen Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung gemacht ,mit Altus als Guide auf einer R65LS. Ihr glaubt gar nicht wie schnell so'n Ding ist....
Mittlerweile hat hier unten der Winter angefangen und wir haben bei 17- 20 Grad unsere Jacken ausgepackt.
Der Score fuer die Platten liegt mittlerweile bei 9 fuer Werner und 2 fuer mich.
Morgen bekommen wir hoffentlich eine Bestaetigung fuer unseren Container und dann werden wir noch eine kleine Tour Richtung Port Elizabeth unternehmen, bevor wir unsere Motorraeder mit der Zahnbuerste fuer die Ausis putzen.
Schoene Gruesse
Werner und Claudia

P.s.: Wir haben es tatsaechlich geschafft bis Capetown zu kommen ohne die Mopped's zu verschrotten ;-))