Alice Springs 3
Alice ist eine Stadt der Missverstaendnisse. Fuer die Touristen ist es das Dorf mitten im Outback und fuer die Farmer eine Grossstadt....
Not Today and Not Tomorrow, die Stadt die am zentralsten zu JEDEM Strand in Australien liegt.... das sind die liebevollen Umschreibungen fuer Alice Springs im Northern Teritorry.
Man sollte nicht zu laut darueber lachen, will man es eine Weile in Alice aushalten.
Die naechsten Staedte sind 1500 km entfernt und heissen Darwin oder Adelaide. Braucht man also irgendwelche offizellen Papiere muss man sich mit Darwin in Verbindung setzen. Die freundliche Stimme am Telefon hoert sich dann meistens so an. "Unsere Oeffnungszeiten sind von 8.00-4.21 Uhr kommen sie doch einfach vorbei." "AEH... Stop... Vorbeikommen??? Ich glaube nicht... ." Fangen wir noch mal von vorne an. " Ich bin in Alice Springs, kann ich die Sachen auch schicken?" "Sie wollen nicht vorbeikommen?" "Das sag ich doch!"
Hat man sich einmal an den Ablauf der Dinge gewoehnt, ist Alice Springs ein ca.25000 Seelendorf in dem es sich gut leben laesst.
Wir wohnen mal wieder in einer WG und gehen einem geregelten Arbeitsaltag nach.
Auch in Alice ist man vor Weltenbummlern nicht sicher. So stolpern wir beim Einkaufen ueber Anja und Boldi, die mit einer Twin unterwegs sind und kurzer Hand zum Sylvesterfest mit nach Hause nehmen.
Anja und Boldi
Kurz darauf kommen uns Benno und Kerstin besuchen und dann kommen Gerd und Elke vorbei mit denen wir zum Kamelrennen gehen und ins Rainbow valley
fahren. Immer wieder treffen wir auf Reisende mit denen wir einen Trinken gehen oder auf ein Essen einladen. Einen Iren der sein DR bei uns zwischenparkt, Frank der auf seiner Reise durch Alice kommt, Alex und Alexandra die gerade erst in Darwin gestartet sind, Norbert mit seiner Twin und zu letzt unser letzter Vermieter aus Perth der fuer eine gefuehrte Motorradtour recherchiert.
Benno und Kerstin
Andre und Alex
Elke und Gerd
Zwischendurch hat Alice aber auch so einiges zu bieten.
Zum Osterfest fahren wir ein paar Tage in den Busch und erleben unser erstes Rodeo.
Oder auch das Finke Desert Race, bei dem wir um den Gefrierpunkt an der Start/Ziellinie gezeltet haben und den Pfadfindern geholfen haben hungrige Maeuler zu stopfen. Ab 6.00 Uhr morgens gab es Ei und Schinken Sandwich, Burger, Steak Sandwich und Wuerstchen. Nicht zu vergessen heissen Kaffee und Tee.
Es war wirklich so kalt!
Um 7.00 Uhr heulen die ersten Motoren auf. Das Finke Race ist das anspruchsvollste Offroad Race in Australien. Dieses Jahr starten 100 Buggies und ueber 500 Motorraeder. Fuer uns heisst das Burger und Wuerstchen im Akkord. Die ganze Stadt ist ausgebucht.
Zum Anzac Day (Feiertag) stehen wir zum Sonnenaufgang auf und maschieren wie die meisten Australier zur Morgenzeremonie und zur anschliessenden Parade in der Stadt.
ANZAC Day
Es gibt hier ueberhaupt viele Feiertage und wenn sie auf ein Wochenende fallen ist der Montag frei. :-)
Anfang Juli machen wir mit Freunden einen 4wheel Drive Ausflug. Raus aus der Stadt und runter vom Asphalt in den Busch.
Luft ablassen..
Nach reichlich Fotostopps und Fuessevertreten suchen wir uns einen schoenen Platz zum Grillen und ein bisschen Aktion fuer die Kinder.
Deb und Claudia
Auch fuer die grossen Kinder
Vor einer Flussdurchfart bleiben alle stehn. Steven entscheidet sich als erster durchzufahren. Durch den Fluss geht es gut aber der Sand dahinter entpuppt sich als Sumpf. Durch das Gewicht vom Auto drueckt sich das Wasser an die Oberflaeche. Ein riesiger Wackelpudding und mittendrin ein Auto.
Oooops..
Der sitzt fest!
Dem nicht genug, setzt Dave zur Rettung an die Vorderreifen schaffen es so gerade ans andere Ufer der Rest bleibt im Fluss stecken.
Nr2 :-)
Super Jungs... ein Auto zum Ausbuddeln hat Euch wohl nicht gereicht hey...
Jetzt hilft nur noch eins. Hose hochkrempeln und buddeln. Stunden spaeter ist Stevens Auto wieder frei. Dave's muss ueber Nacht draussen bleiben.
Am naechsten Morgen wird erstmal Bergematerial gekauft und nach Stunden des bangen, buddeln und kreativen Denkens ist auch Daves Auto wieder frei.
Da Dave jetzt zwei Autos draussen hatte, durfte Werner eins zurueckfahren und er haette nie gedacht, das Auto fahren so viel Spass machen kann.
Puenktlich zum Wochenende der Henley on Todd Regatta hat es aufgehoert zu regnen. Regen hatten wir dieses Jahr auch wirklich mehr als genug. 5 Mal ist der Todd in den letzten 9 Monaten geflossen.
Und das war nicht der Hoechststand!!!
Aber zu dieser Regatta brauche wir nun wirklich kein Wasser.
Ein Trockenfuss Bootsrennen bei dem nur der Spass zaehlt.
Ship parade
The race!
In 6 Wochen werden wir dann ENDLICH mal nach NZ fliegen und mal wieder Mopped fahren!!!
Bis denne mal Werner+Claudia