Windhoek/Namibia
Von Pointe Noire/ Kongo-Brazzaville nach Windheok/ Namibia
Kongo/Brazzaville
30km hinter Pointe Noire sind wir nach Cabinda/ Angola eingereist. Die Ausreise aus dem Kongo war im Gegensatz zur Einreise regelrecht langweilig. Polizei, Zoll, Gesundheitsbehoerde. Nach einer halben Stunde haben wir alle Stempel und koennen fahren.
Cabinda/Angola
Bei der Einreise nach Cabinda brauchten wir da etwas mehr Geduld. Unser Visa muss dem Chef vorgelegt werden und der ist gerade nicht da. Also warten wir auf den Chef. Als der dann endlich auftaucht interessiert er sich dafuer, wo wir das Visa bekommen haben und dann scheint alles in Ordnung zu sein. Auf jeden Fall bekommen wir endlich unseren Stempel.
Das erste Stueck Piste ist noch in einem schlechten Zustand aber das geht nach wenigen Kilometern in eine Baustelle ueber und dann in eine ausgezeichnete neue Strasse. Also kommen wir schon gegen 14 Uhr in Cabinda an und es waren auch noch zahlreiche Fotostopps drin, um diese fantastische Landschaft mit ihren gruenen Huegeln und Waeldern einzufangen.
In Cabinda standen wir dann unserer ersten Herauforderung gegenueber. Essen bestellen in portugiesisch. Wir verstehen kein Wort portugiesisch und die Angolaner in der Regel keine andere Sprache. Auch die Suche nach einem Internet war nicht ganz so einfach. Aber trotz der Sprachprobleme waren alle sehr freundlich und haben sich viel Muehe gegeben, uns zu helfen.
Kongo RDC
Am naechsten Tag sind wir dann in den Kongo eingereist. An der Grenze mussten wir mal wieder auf den Boss warten, der unsere Route durch den Kongo wissen wollte und dann durften wir mit unseren Paessen zum Stempeln gehen.
Aber auf das, was uns da nach der Grenze erwartet hat, war ich nicht vorbereitet. Von Matsch und Schlamm hatten uns ja viele erzaehlt, aber das waren Sandspuren. Es gibt nichts mehr was ich hasse. Irgendwie habe ich meinen inneren Schweinehund in den Griff bekommen, auf jedenfall bin ich an Werner drangeblieben. Nicht elegant aber ohne Stuerze.
Wir sind bis nach Banana gefahren, um unsere Motorraeder dort auf eine Piroge zu stellen und ueber den Congo nach Sojo in Angola zu verschiffen.
Das ist aber erst am naechsten Tag moeglich. Bei unserer Ankunft zu windig ist. Um uns aber eine fruehe Abfahrt zu ermoeglichen koennen wir am Abend schon alle Ausreiseformalitaeten erledigen. Wir Uebernachten neben der Polizeistadtion.
Am naechstn Morgen sind wir um 7 Uhr startklar. Die Piroge kommt es sind genug Maenner zum Anfassen da und wir hatten uns umsonst Sorgen gemacht. Alles steht sicher auf der Piroge.
Eigendlich haette es jetzt losgehen koennen, wir sind ja schon ausgereist. Aber unser Fahrer braucht fuer die Piroge und fur sich eine Genehmigung um nach Angola zu fahren und das dauert. Um 9 Uhr kommen wir dann endlich los.
Angola
Die Fahrt ueber den Fluss dauert 1,5 Stunden. In Angola legen wir erst bei der Polizei an. Hier muessen wir alle Taschen zum Polizeihaeuschen schleppen der Herr ist zu bequem runter zu kommen. Wir halten ihm als erstes unsere Schmutzwaesche vor die Nase und wir koennen unsere Tasche ganz schnell wieder schliessen. Dann fahren wir noch ein kleines Stueck weiter zur Immigration und zum Zoll. Die Herren hier sehen nicht oft Reisende entsprechend einfach ist die Einreise.
Auf den ersten Kilometern hatten wir leichte Orientierungsschwierigkeiten. Waere alles kein Problem gewesen aber hier gesellen sich zu den Sandspuren auch noch Wasserdurchfahrten. Nachdem wir den Sand hinter uns gelassen haben, ist der Strassenzustand leicht beschrieben. Grosse Loecher, kleine Loecher, tiefe Loecher, Loecher in allen Varriationen. Wir dachten eigentlich, wir haetten schon schlechte Pisten gesehen, aber das war ein Irrtum. Wir sehen ab und zu einen LKW meistens stehen sie am Strassenrand und flicken irgendetwas. Auch wir flicken mal wieder einen Reifen. Dieses mal meinen Hinterreifen abends um 18 Uhr. Da wir es nicht mehr bis zur naechsten Stadt schaffen, fahren wir zu letzten Dorf zurueck und stellen dort das Zelt auf.
Fuer die 40 km bis zur naechsten Stadt(N`zeto) brauchen wir am naechsten Tag 2 Stunden. Wir sahen glaube ich ganz schoen geschlaucht aus, auf jedenfall mussten wir fuer das Essen nichts bezahlen.
Die Beschreibung der weiteren Strecke klang dann so: " nicht gut aber besser." Und so war es auch, unsere Geschwindigkeit liegt jetzt nicht mehr zwischen 20-30 sondern zwischen30-40 km/h. Und dann koennen wir unseren Augen kaum trauen. Kurz vor Barra do Donde ist nagelneuer Asphalt auf einer Strecke die in der Michellinkarte nach als weisse Piste eingezeichnet ist. Ca. 150km nach Barra do Donde war damit aber Schluss. Leider sind wir in einen LKW Konvoi geraten und brettern mit einem Affenzahn auf die Piste. Ich bete nur noch. Man kann vor Staub nichts mehr sehen und ich kann mir nicht vorstellen das die LKW's uns noch sehen koennen. Nach 6km ist die Hoelle vorbei, dafuer haben uns unsere geliebten Loecher wieder. In Angola stehen wir morgens zwischen 5 und6 Uhr auf und fahren bis auf ein paar Pausen den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang. Wir uebernachten in Missionen, in Doerfern oder an Polizeistationen dort werden wir immer freundlich aufgenommen. In Lubango treffen wir auf zwei Schweden, zwei Briten und einen Sued Afrikaner, denen wir uns anschliessen. Gemeinsam erreichen wir die Grenze, leider sind wir spaet dran und es ist schon geschlossen. Ein Gewitter zieht auf und wir wissen nicht, wo wir schlafen koennen. Wir stehen hier an der ersten Grenze, an der es nicht moeglich ist das Zelt auf zu stellen. Wir finden nach einigem hin und her ein Platzchen an der oertlichen Tankstelle. Am naechsten Tag reisen wir dann endlich nach Namibia ein. 6,5 Tage haben wir gebraucht um Angola zu durchqueren. Die Landschaft und die Menschen waren grossartig. Allerdings ist vom Krieg noch viel zerstoert und es liegen hin und wieder alte Panzer im Strassengraben.
Namibia
Wir kommen in eine neue Welt, dass ist ein Afrika, das wir noch nicht kennen. Alles ist geortnet und organisiert. Hier kann man nicht mehr diskutieren hier wird man abgefertigt.
Es ist unglaublich wie zwei so grundverschiedene Laender direkt nebeneinander liegen koennen. Im naechsten Ort essen wir an einem Chash und carry einen Burger. Wir vermissen das Afrika das wir vor ein paar Stunden verlassen haben schon ein bisschen. Langsam gewoehnen wir uns an den Linksverkehr und in Tsumeb gibt es nach 8 Tagen die erste Dusche.
Jetzt sind wir in Windhoek haben bei unseren Motorraedern die Oele gewechselt sind voellig entspannt jetzt warten auf Harry mit dem wir die naechsten 3 Wochen durch Namibia kurven.