Lambarene/Gabon

Ein Hallo aus dem Urwald!!!

Nigeria

In Abuja haben wir Sonja und Jan mit Hilfe des Internets dann doch noch wiedergefunden. Auf dem Weg scheinen wir uns immer knapp verpasst zu haben. Gemeinsam sind wir dann am naechsten Tag zur Angolabotschaft gefahren. Dort haben wir den Antragsbogen fuer das Visa in die Hand gedrueckt bekommen und wurden zum Kopieren geschickt. Ausserdem brauchten wir noch eine Kopie vom Pass und vom Nigeriavisum.
Mit ausgefuellten Papieren, Kopien, Fotos und 60 Dollar pro Visa stehen wir dann wieder vor der Tuer. In die Botschaft rein duerfen wir naemlich nicht. Nach drei Stunden Wartezeit, sind wir dann alle glueckliche Besitzer eines Angolavisa.
Gleich danach packen wir unsere Sachen zusammen und ziehen zu Jan und Sonja um. Die beiden Uebernachten im life camp der Firma Julius Berger einer deutschen Strassenbau Firma. Wir duerfen unser Zelt auch dort aufbauen und werden unglaublich freudlich und interessiert aufgenommen. Wir bekommen sogar ein frisch gebackenes Brot. Das Camp gleicht einer kleinen deutschen Stadt, mit allem was man zum Leben bracht und mehr ( Golfplatz, Pool...). Vielen dank nochmal fuer eure Hilfe und Unterstuetzung.

Von Abuja fahren wir dann gemeinsam Richtung Callabar. Dort gibt es auch ein life camp, in dem wir uebernachten duerfen. Auch hier fuehlen wir uns sofort wohl. Wir bleiben insgesamt drei Naechte, da wir auf das Kamerunvisa warten muessen.
Bei netten Leuten und Gespraechen kommt uns die Zeit aber gar nicht lang vor.Von Callerbar fahren wir wieder ein Stueck Richtung Norden, um in Otu ueber die Grenze nach Kamerun zu fahren.
Der Strassenzustand gleicht auf einigen Kilometern aber mehr einer Piste. Ausserdem hat es eine Woche vorher geregnet und wir muessen einige Schlammloecher bewaeltigen. Das laesst den Puls zwar an manchen Stellen ganz schoen in die Hoehe schnellen aber wir haben alle Wasserdurchfahrten ohne Verluste gemeistert.
Der Sonnenuntergang ist nicht so gnaedig mit uns. Haben uns die Schlammpassagen doch ganz schoen viel Zeit gekostet.

Kamerun

So fragen wie am Polizeiposten von Kamerun, ob wir unsere Zelte hier aufschlagen duerfen. Kein Problem. Gestern hatten sie auch schon einen Gast. Zum Sonnenuntergang wird die Fahne eingeholt. Dazu muessen wir alle aufstehen. Fuer uns ist das ganz schoen ungewohnt.
So mulmig wir uns bei der Einreise nach Nigeria gefuehlt haben, jetzt koennen wir sagen, es hat uns gut gefallen und wir hatten keine Probleme. Das liegt allerdings mitunter daran, dass wir mit dem Motorrad unterwegs sind. Von anderen Reisenden haben wir auch andere Geschichten gehoert. Bei Jan und Sonja wurde auch genauer hingeschaut als bei uns.
In Kamerun hat es noch nicht geregnet. Gott sei dank. Die Piste windet sich traumhaft durch den Regenwald und sie laesst sich wunderbar fahren. Ab Mampfe gibt es sogar schon 20km Asphalt und es wird kraeftig an der Piste gearbeitet. Wir werden von den LKW's kraeftig eingestaubt. 40km vor Bamenda gibt es auch schon eine nagelneue Strasse. Piste waere mir allerdings lieber. Da waren nicht so viele Bruchpiloten unterwegs. Die Autowracks im Strassengraben haben schon einen Grund.
Heute ist unser letzter Abend mit Jan und Sonja. Sie bleiben noch ein bisschen in Kamerun und wir fahren weiter Richtung Gabun. Am naechsten Morgen frieren wir bei sage und schreibe 9 Grad am Morgen auf 1300m. Bei uns ist jetzt kilomertermachen angesagt. Von Bamenda geht es ueber Bafia nach Ebolowa. Heute ueberrascht uns unser erster kraeftiger Regenschauer. In Ebolowa uebernachten wir in einem Ausbildungszentrum. Sehr vorbildlich gefueht. Unsere Motorraeder stehen in der Schreinerei und Werner ist begeistert von den Tueren die in der Werkstatt gefertigt werden. Unteranderem lernen hier auch Informatiker, Mechaniker und Elektriker.
Kamerun ueberrascht uns auch sehr, da wir so saubere Staedte gar nicht mehr gewohnt sind Calarbar und Abuja mal ausgenommen.

Gabun

Der Zoll (Ausreise) sitzt dank EU Zuschuessen in einem nagelneuen Gebaeude im letzten Dorf vor der Grenze und die Polizei sitzt in einer Bretterbude direkt an der Grenze. Die Formalitaeten wurden zuegig erledigt so das wir in den Gabun einreisen koennen. Frueher musste man mit eine Faehre ueber den Grenzfluss uebersetzen. Jetzt faehrt man einfach ueber die 4-spurige Bruecke.
Bei der Einreise in den Gabun bekommt man nur die Formulare und muss damit dann nach Bitam 30km weiter zur Immigration. Dort mussten wir eine Stunde auf unseren Stempel warten.
Heute kommen wir noch bis nach Mizic. Dort werden zu unserer Ankunft geradeein paar erlegte Antilopen, eine Art Wildschwein und noch ein paar andere Tiere abgeladen und vorort ausgenommen. Ein uebeler Geruch.
Heute steht unsere erste Aequatorueberqerung an. Es geht nach Libreville. Auch heute werden wir noch mal nass aber puenktlich zur Aequatorueberquerung hoert es auf. Wir verbringen einen Tag in der Hauptstadt vom Gabun, lassen uns unser letztes Visa in den Pass stempeln und besichtigen die Stadt. Die Regenzeit ist nun voll im Gange. Die Nacht hatten wir ein starkes Gewitter und der Himmel hat seine Schlaeusen geoeffnet. Ganz schoen laut, da die Daecher hier alle aus Wellblech sind.
Unser Visa koennen wir erst um 14 Uhr abholen. Wir entscheiden uns aber danach doch noch weiterzufahren. Eigentlich wollten wir im Internet Cafe warten, dass gegenueber von der Botschaft ist. Da es heute Morgen aber keinen Srrom gibt. Naja koennt ihr euch ja vorstellen ... geht das leider nicht. Wir warten also 3 Stunden. Das Visa ist natuerlich auch nicht puenktlich fertig und der Typ in der Botschaft ziemlich leicht reitzbar. Den wollen wir uns auch nicht zu sehr veraergern. Um kurz vor 15 Uhr schwingen wir uns dann auf die Motorraeder und wuehlen uns durch den Stau um aus Libreville wieder raus zu kommen.
Die folgenden 240km werden unsere schnellste Tagesetappe, die wir bis jetzt gefahren sind.
Jetzt sind wir in Lambarene und kommen gerade aus dem Albert Schweizer Krankenhausmuseum.
Morgen machen wir uns wieder auf um im kurvenrausch durch den Urwald zu fahren. Und wuerde der Gegenverkehr nicht immer die Kurven schneiden waere das Vergnuegen noch viel groesser.

Schoene Gruesse

Werner und Claudia