Banjul/Gambia
Tach zusammen!
Da wir mal wieder ein halbwegs schnelles und funktionierendes Internet gefunden haben, reichlich Zeit vergangen ist und wir wieder viel zu erzaehlen haben kommt mal wieder ein neuer Bericht von uns!
Von Nouakchott sollte unsere Reise weiter in den Senegal fuehren. Von anderen Reisenden hatten wir auch eine relativ genaue Beschreibung um den richtigen Grenzuebergang zu finden . Der grosse Uebergang in Rosso soll mittlerweile einer der teuersten in ganz Afrika sein, es gibt aber noch einen kleineren Richtung Westen in Diama. Leider dachten wir das der Weg dorthin asphltiert ist...... Morgens spaet in der Auberge Sahara aufgebrochen und mit einigen Polizeikontrollen auch ziemlich zuegig bis zur Stadt Rosso gekommen. Den Abzweig konnte man mit der Beschreibung gut finden, aber der Weg war nicht asphaltiert sondern eine von der Regenzeit ausgewaschene Piste. Schneller als 40-50Km/h waren da nicht drin. Gegen 17uhr kam dann noch Werner's 7. Platten dazu (warum auch immer... Der Schlauch war irgendwie rissig...). 10 km kann man mit dem Desert aber auch gut ohne Luft fahren...bis der Reifen von der Felge rutscht! Unsere erste Begegnung mit Afrikas Wildtieren hatten wir auch: ganz viele Warzenschweine! Leider interessieren sie sich nicht wirklich fuer Vorfahrtsregeln oder aehnliches....
Gegen 17.30 waren wir dann endlich an der Grenze. Der Zoll wollte fuer das Ausstempeln der Fahrzeuge aus dem Pass einfach mal 30 Euro statt der normalen 20. Hat er aber nicht bekommen!!! Der Polizist wollte fuer seinen Stempel je10 Euro "passage de Police" (gibt es gar nicht!!). Nach reiflichem Ueberlegen und Abschaetzen unserer Wasservorraete haben wir dann doch gezahlt. Eventuell eine Nacht an der Grenze ohne Wasser ab er mit vielen Muecken erschien uns nicht so lustig....! zum Schluss bekam die Comune von Diama noch je 5 Euro fuer die Benutzung der Piste.
WIR WAREN SEHR SAUER!!!! Wenn Ihr mal dahin kommt bringt reichlich Zeit und Vorraete mit, spaetestens wenn die naechsten Touristen kommen schicken sie Euch weg weil Ihr geschaeftsschaedigend seid wenn auch die naechsten nicht zahlen wollen!!!!
So jetzt kommen wir in den Senegal. Aber bevor sie uns da reinlassen kommt erstmal einer mit einem Quittungsblock und das Bezahlen geht weiter. Wir sind noch ziemlich sauer und das lassen wir den guten Herren auch spueren. Aber es ist nichts zu machen. Die 10 Euro Brueckengebuehr muss leider jeder bezahlen. Die Einreise bei der Polizei und beim Zoll waren relativ problemlos ( 8 Euro pro Carnet abstempeln). Jedenfalls hat keiner mehr nach einem Geschenk gefragt. Dann ging es weiter zur Versicherung, da wir ab jetzt die Card bruene brauchen. Wir wollten sie gleich fuer 4 Monate abschliessen. Es gab sie hier aber nur fuer einen Monat und zum stolzen Preis von 25 Euro. Unsere Laune hat sich also nicht wirklich verbessert und so sind wir mittlerweile im Dunkeln und ohne Versicherung losgefahren. Bis zur ;naechsten Polizeikontrolle die natuerlich die Versicherung sehen wollte, die wir nicht hatten. Wir standen jetzt vor der Wahl, 2500 CFA (4 Euro) Strafe morgen mit der Versicherung kommen aber die Papiere bleiben so lange bei der Polizei oder 20 Euro fuer jeden und wir koennen weiter fahren. Wir haben ihm 35 Euro gegeben und sind weiter gefahren. Das waren uns unsere Papiere doch wert. Gegen 21 Uhr sind wir dann auf der Zebrabar in der Naehe von St. Louis angekommen.
Am naechsten Morgen haben wir dann einen Motorradfahrer kennen gelernt, der ueber die Grenze in Rosso gefahren ist. Er hat noch wesentlich mehr bezahlt. (Versicherung 50 Dollar fuer einen Monat). Wir haben unsere Versicherung dann in St.Louis abgeschlossen und fuer 3 Monate 23 Euro bezahlt.
Die naechsten zwei Wochen haben wir fuer Kost und Logis auf der Zebrarbar gearbeitet und viele nette Leute kennen gelernt. Unter anderem die 3 deutschen Motorradfahrer die auf dem Weg nach Dakar (auf dem Weg zum Rueckflug in den Schwarzwald) waren. Freundlicherweise hat Wolfgang fuer uns ein kleines Paeckchen mit Filmen und Holzfiguren mitgenommen!!! Danke noch mal fuer Eure Unterstutzung!!!!
Am 30.10.06 ging es dann weiter Richtung Gambia. Nach einer Uebernachtung in einer katholischen Mission in Kaolack sind wir am naechsten Tag ueber die Grenze nach Gambia gefahren. Problemloser Grenzuebettritt, dafuer abenteuerliche Faehre ueber den Gambia River.
Jetzt sind wir in Banjul (Hauptstadt Gambia) auf dem Autoschieber Campingplatz von Heinz und Moni. Dank Heinz und Mikes Hilfe haben wir innerhalb von 2 Tagen das Nigeria und das Guinea Visum im Pass.
Von hieraus geht es jetzt weiter Richtung Osten am Gambia River entlang.
Schoene Gruesse aus dem HEISSEN Gambia (koennt Ihr uns mal ein bisschen Kaelte runterschicken)
Werner und Claudia