Fremantle

Hallo zusammen!

Australien

Von Capetown, sind wir in ca. 20 Stunden ueber Singapore nach Perth geflogen. Da fliegen nicht gerade eine Leidenschaft von uns ist, waren wir ganz froh in Perth angekommen zu sein.
Trozdem hatten wir ein wenig weiche Kniee.
Die Einreise nach Australien. Lange haben wir uns darauf vorbereitet. Alles akribisch geputzt. Und jetzt kommt der Augenblick der Wahrheit. Der Einreisestemmpel ist kein Problem. Aber dann stehen wir in der Quarantaineschlange, da wir unser Zelt im Gepaeck haben. Jetzt wird sich herausstellen wir pingelig die Australier sind.
An einem Tisch, muss man alles auspacken, was der Zoellner sehen moechte. Aber siehe da unser Zoellner kommt aus Deutschland und wir unterhalten uns mit ihm ueber unsere Reise. Nebenbei schaut er mal hier und mal dort hinein. Nur die Zeltheringe sieht er sich genau an. Alles in Ordnung. Wir koennen gehen.
Vom Flughafen fahren wir mit dem Taxi zum Campingplatz nach Fremantle. Und legen uns schlafen.
Die naechsten Tage schauen wir uns erstmal um, wo wir hier gelandet sind. Fremantle ist eine nette, kleine, beschauliche Stadt und wir beschliessen, dass wir es hier die naechsten Monate aushalten.
Wir gehen auf Zimmersuche und bei einer Jobagentur vorbei. Wir muessen mal wieder was fuer unsere Reisekassen tun. Da man auch hier nicht ganz ohne Papierkramm auskommt, beantragen wir eine Steuernummer und richten uns ein Konto ein.
Werner hat erstmal 2 Wochen Nachtschicht bei einer Recycelingfirma gearbeitet und ich arbeite im Kindergarten (child care center). Das heisst, wir haben uns die letzten 2 Wochen nicht wirklich oft gesehen. Am Wochenende sind wir dann in einer WG eingezogen, in der wir uns pudelwohl fuehlen.

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Freitag den 01.06.07 haben wir dann endlich unsere Motorraeder aus dem Zoll geholt. Auch die Motorraeder waren sauber genug und mussten nicht nochmal gereinigt werden. Heute am 05.06.07 haben wir unsere Motorraeder endlich registreieren und versichern lassen. Koennt ihr euch vorstellen, da stehen die Motorraeder nach ca.1 Monat endlich vor der Tuer und ihr duerft nicht fahren, weil sie noch nicht registriert sind und montags ist auch noch Feiertag.
Heute sind wir erstmal eine Runde gefahren und ihr werdet es nicht glauben, wir koennen es noch!
Jetzt, wo Werner sein Motorrad wieder hat, wird er sich auch eine Stelle als Schreiner suchen, (was hier kein Problem ist) aber der beste Job nuetzt einem nichts, wenn man nicht hinkommt.

Was soll ich sagen. Bei uns laeuft alles wie am Schnuerchen. Wir wuenschen allen genauso viel Glueck und bis zu naechsten Mal.

Werner und Claudia

Good day!!

Unsere Reise hat Geburtstag!!!! Seit EINEM JAHR sind wir Unterwegs....

... und auch in den letzten Wochen ist mal wieder einiges passiert.

Nachdem wir Gott sei dank vom Campingplatz in unsere WG gezogen sind, ist das Wetter immer schlechter geworden und es hat teilweise sintflutartig geschuettet. Im Wohnzimmer, konnte uns das aber gemuetlich vor dem Fernseher, egal sein. Allerdings war das der Winter und soweit wir den Wetterbericht in Deutschland verfolgt haben war es mit 20 Grad immer noch waermer als bei euch. Und auch wenn ihr uns das jetzt vielleicht nicht glaubt, aber nach 8 Monaten Afrika ist das wirklich kalt. Wir haben Pullover und die Fliessjacken an.

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Aussicht vom Balkon

Nachdem wir dann endlich unsere Motorraeder im Garten unter dem kleinen Zitronenbaum stehen hatten, hat Werner sich in die Mittwochszeitung vertieft. Und jetzt haltet euch fest. Er hat bei einer Firma angerufen am naechsten Tag ist er zum Vorstellungsgespraech gegangen und den Montag drauf hat er angefangen.
Aber alles hat natuerlich einen Hacken. Er faengt morgens um 6 Uhr an und muss 30km fahren. Dafuer faengt er ab 14.06 Uhr mit Ueberstunden an und bei uns kilngelt es in der Kasse. Er arbeitet in einer Firma, die Bueroeinrichtungen herstellt und kommt so in den Genuss sich Perth schonmal aus dem 40. Stock eines er Wolkenkratzer anzusehen und eine schoene Angewohnheit, der Australier ist es, das der Lohn hier woechendlich ausgezahlt wird.

An den Wochenenden treffen wir uns mit den unterschiedlichsten Leuten, z.B. Nils einem deutschen Motorradfahrer oder einem hollaendisches Paerchen, mit einem Defender, die von hier nach Cape Town geflogen sind. Gemeinsam haben wir in der ortsansaessigen Brauerei "Little Createurs" einen netten Nachmittag verbracht.
Und ueber Freunde in Deutschland haben wir die Telefonnummer von Angela und Daniele bekommen, die uns zum Kaffetrinken eingeladen haben.
Aber auch mit Rob und Carmen, die wir hier auf dem Campingplatz kennengelernt haben, treffen wir uns regelmaessig. Sie haben sich auch ein Zimmer gesucht und arbeiten im Krankenhaus. Im November machen sie sich auf nach Malaysia.

Wenn das Wetter mal nicht nach Regen aussieht, machen wir uns mit den Motorraedern aus dem Staub. In den Perth Hills gibt es tatsaechlich ein paar nette kurvige Strecken.

So hat sich bei uns wieder ein ganz normaler Arbeitsablauf eingespielt. Wir kommen zwischen 17 und 18 Uhr nach Hause. Gehen manchmal noch in die Stadt und um 4.40 Uhr (ja ich habe mich nicht verschrieben) klingelt der Wecker und Werner muss aufstehen.
Man hat sich so langsam an die Eigenarten der Australier gewoehnt und muss doch immer wieder feststellen, dass so manches Vorurteil das uns Deutschen nachgesagt wird gar nicht so falsch ist. Zum Beispiel Puenktlichkeit. Wer 3 Wochen am Stueck puenklich zur Arbeit erscheint wird vom Chef gelobt.

Mitlerweile hat der Fruehling begonnen und puenktlich zum Saisonstart gibt es auch hier eine Motorradmesse. Dort haben wir ueber einen BMW Fahrer vom BMW Club WA. erfahren, der sich jeden Sonntag um 7.30 Uhr zum Fruehstueck trifft und danach eine Ausfahrt macht. Wir konnten der Versuchung nicht wiederstehen uns von ortskundigen die Gegend zeigen zu lassen und quaelten uns um 6 Uhr aus dem Bett. Zu unserer Freude war ein " Dirt Ride" geplant. Und wir hatten seit Moooonnnnaaaatttteeeenn mal wider Schotter unter den Raedern. Es war ein toller Tag.

Mal sehen, was die naechsten Monate noch so fuer uns auf Lager haben. Bis Ende November werden wir noch arbeiten und dann brauchen wir mal wieder einen Tapetenwechsel.

Schoene Gruesse

Werner und Claudia

Gidday oder auch Tach zusammen!

Was macht man so in Australien? Vorallem "No worries" (keine Sorgen) oder "deal with it" (mach das beste draus). Wenn man sich einmal daran gewoehnt hat, kommt man hier super klar. Da wir jetzt auch wissen, das die Abkuerzung W.A. nicht fuer Western Australien steht sondern fuer "wait a while" (wart ein bisschen... laenger). Da bekommt man auch keine Kopfschmerzen mehr, wenn auf der Dienstbesprechung darueber debattiert wird, ob sich Raucher nach dem Rauchen umziehen muessen, da es Kollegen gibt, die sich durch den Geruch in ihrer Gesundheit eingeschraenkt fuehlen. (kein Witz, aber es gibt aktuell noch keine Loesung zu dem Thema) Fakt ist, dass man hier in vielen Kneipen auch draussen nicht mehr Rauchen darf.

Wenn mal wieder ein laues Lueftchen vom Hafen ueber Fremantle zieht da dort Schafe verladen werden, ich sag Euch das stinkt wiederlich, ist man schonmal froh, dass es noch nicht so heiss ist, wie uns die Australier seit Wochen prophezeien.

In den letzten Wochen haben wir unsere Sportkentnisse in Australien Football und im Rugby verbessert.

Ausserdem haben Charlie (Hund) und George (Katze) ein paar Feunde mitgebracht. Die Flohbekaempfung hat ein paar Wochen gedauert. Nachdem wir das ganze Haus mit Flohbomben eingeraechert hatten und Charlie und Georg ihre Tinktuerchen bekommen haben, sind wir sie endlich los die kleinen Bister. Wir dachten zwischendurch schon, wir wollen doch nur die Floehe und nicht Charlie und George um die Ecke bringen.

Und fuer alle die meinen, wir sollen nicht so viel ueber das Wetter jammern. Ich hatte hier mein erste Mandelentzuendung. Eine Woche habe ich mit Fieber im Bett gelegen und Antibiotika geschluckt. Oder sind wir schon so verweichlicht?

Die Nacht vom 12.10. auf den 13.10.07 haben wir gemeinsam mit Dagmar und Udo auf dem Flughafen verbracht. Die beiden hatten einen 5-stuendigen Aufenthalt in Peth, bevor sie in die Kimberlys weitergeflogen sind. Man mag gar nicht glauben, wie schnell so eine Nacht bei Kaffee, mitgebrachten Kinderrigeln und Haribo (danke Juergen) vergehen kann. Neben ein paar neuen Diafilmen, gab es noch ein neues Objektiv, damit wir Ingo und Juergen auch weiterhin mit Diafilmen beschmeissen koennen.

Mittlerweile haben wir auch unseren Anschlusscarnt damit unsere Mottorraeder weiterhin legal im Land sind. Auch dafuer ein grosses Dankeschoen an Juergen, der sich mit dem ADAC in Deutschland auseinandergesetzt hat, damit wir alle Papiere, die wir zum Beantragen brauchten bekommen haben.

Und siehe da, da ist doch nicht nur der Carnet in unserem Briefkassten gelandet sondern auch ein Postkarte vom Saextet Treffen (Motorradtreffen) aus Dresden. Die haengt gleich neben der Australien Karte in unserem Zimmer.

Die letzten Wochen, haben wir uns immer wieder Gedanken darueber gemacht, ob wir uns eine Digital Kamera zulegen sollen, um mal schnell ein Bild auf unsere Seite stellen zu koennen oder was man halt so mit einer Digi Kamera so machen kann.

Und siehe da wir waren tatsaechlich shoppen. Die ersten Bilder von Fremantle, dem Haus indem wir wohnen und dem Red Bull Air Race einer Flugshow, die am letzten Wochenende in Perth war sind schon auf der Kamera.

Jetzt ueben wir noch, wie wir die Bilder schoen klein verpackt bekommen und mit einer e-mail nach Hause schicken koennen. Habt noch ein bisschen Geduld mit uns und dann bekommt ihr ganz aktuelle Bilder von unserer Reise.

Es geht naemlich in 3 Wochen wieder los.... :-) . Die Great Central Road ueber Warburton zum Uluru ,den Odnadata Track runter zu den Flinders Ranges , nach Melbourne Andrew und Emila besuchen und Weihnachten wollen wir zusammen mit Jens,Hanka und Maika im Snowy River Nationalpark feiern.

In der Zwischenzeit versuessen wir uns die Zeit am Wochenende z. B. mit Angela und Daniel mit einem Fruehstueck am Strand. Unsere Jacken koennen wir mittlerweile im Schrank haengen lassen und die Wanderschuhe haben wie gegen Sandalen eingetauscht. Es sind 30 Grad und so langsam wird hier die Weihnachtsdekoration rausgehaengt.

So ganz ruhig koennen wir die letzten Wochen aber doch nicht ausklingen lassen. Da wir uns eine ganze Menge Papierkramm aufgehalst haben und uns die Zeit davon rennt.

Werner bekommt von seinem Arbeitgeber ein Sponsorshipvisa, d.h. dass wir unseren Australienaufenthalt etwas verlaengern werden.

Ok. ich hoffe es ist jetzt keiner vom Stuhl gefallen und der Schock ist nicht zu gross.

Wenn alles gut geht, dass heisst Werner muss noch zu einem Englischtest und unsere Beziehung wird ueberprueft indem unsere Eltern uns Briefe schreiben und so weiter. Da gibt es eine ganze Liste zum Abhaken.

Beim Arzt waren wir auch schon und dann heisst es noch ein bisschen abwarten. Insgesamt sieht es aber gut aus, fuer ein weiteres Australienvisa in unserem Pass. Naechstes Jahr im April weden wir dann wieder zum Geldverdienen nach Perth zurueckkommen. So schnell koennen wir das Geld in Deutschland nicht drucken.

Schoene Grusse und das naechste mal melden wir uns dann von der Ostkueste.

Werner und Claudia