Point-Noir/Kongo
Der letzte Bericht ist zwar noch nicht so lange her aber es ist schon wieder einiges passiert!!!
Aus dem Kongo!!!
Die letzten Tage sind wir von Lamberene (Gabun) nach Point Noire (Kongo) gefahren.
Gabun
In Lamberene haben wir zwei Tage bei den Schwestern der katholischen Mission uebernachtet und sind gut erholt nach Ndende weitergefahren. Die ersten 40 km der Strecke schon asphaltiert und danach wird kraeftig an der Strasse gearbeitet. Die anschliessende Piste befahren wir mit bis zu 70km/h und machen nach 200km die erste Pause in Mouila. Die Tankstelle hier hat kein Benzin mehr aber es gibt eine kalte Cola. In den Orten ist Asphalt und danach beginnt wieder die Piste. Nach Mouila wird die Piste immer schlechter. Wir fahren durch eine wunderschoene hueglige Graslandschaft. Ab und zu muessen wir ein Pfuetze umfahren. In Ndende verbringen wir die Nacht und das beste: wir bekommen hier Benzin. Wir lernen hier einen Portugiesen kennen, der hier als Holzhaendler arbeite. Er laedt uns zum Abendessen ein und er gibt uns ein paar Streckentipps.
Am naechsten Morgen lassen wir uns unseren Ausreisestempel in den Pass stempeln und fahren die letzten 50km auf guter Piste bis zur Grenze.
Kongo
Wir halten vor dem Schlagbaum der kongolesischen Grenzpolizei an. Werner geht mit den Paessen los und ich warte an den Motorraedern. Gleich kommen ein paar Kinder und fragen nach ihre Geschenken. Ich fuehle mich ein bisschen an Marokko erinnert.
Werner kommt mit dem Polizist zurueck. Der moechte wissen, was wir im Gepaeck haben. Ach noe... . Du bist kein Zoll das geht Dich gar nichts an. Aber uns bleibt kein Wahl er hat unser Paesse. Also Packen wir aus. Jetzt haben wir auch Zeit. Wir bewegen uns im Zeitlupentempo. Das geht ihm nicht schnell genug. Aber wir sagen ihm immer langsam, langsam.... . Wir muessen ja auch alles wieder verpacken. Ausserdem gibt es hier kein Geschenk fuer dich. Er verliert die Geduld, aber er wird nur von einem Kollegen abgeloest, der unsere Paesse in seine Tasche geleiten laesst. Wir packen alle Taschen bis auf das letzte Teil aus, aber wir bekommen am Ende unsere Paesse zurueck und koennen fahren. Hinter dem Schlagbaum wird die Pistenqualitaet dann noch schlechter. Dann kommen weitere Kontrollen, Polizei, Immigration und dann nach 10 km nochmal Gendarmerie und alle haben uns in den Pass gestempelt. Aber nicht mehr ins Gepaeck geguckt. Den Carnet haben wir aber immer noch nicht gestempelt. Der Zoll ist erst in Nyanga 40km weiter. Auch war voellig unproblematisch. Nach einer Cola werden wir auch hier in das grosse Buch der Polizei eingetragen und nehmen das naechste Stueck Piste in Angriff. Die Piste hat es heute in sich. Der letzte Regen ist zwar schon 4 Tage her, aber es gibt noch zahlreiche Wasserloecher. Was das Fahren heute unglaublich anstrengend macht. In einem Wasserloch schwappt das Wasser ueber die Stiefel, als ich den Fuss zum Retten von der Fussraste nehme. Keine Chance mir rutscht das ganze Motorrad weg und ich versenke es.
Beim Aufheben koennen wir uns selber kaum auf den Beinen halten. Schnell die Schwimmerkammern reinigen und weiter. Bis Kibangou haben wir eine ganz schoene Schlammschlacht hinter uns. In Kibangou lernen wir einen polnischen Prister kennen, der uns noch ein paar Pistenratschlaege gibt, damit wir auch in Pointe Noire ankommen.
Wir fragen aber sicherheitshalber an der Abzweigung Richtung Madingo-Kayes oder Dolisie nochmal nach ob die Piste befahrbar ist. Wir entscheiden uns fuer die erste Piste. Die Holz LKW's sehen auch nicht wirklich schlammig aus. Bei einem fragen wir zur Sicherheit ein 2. Mal nach, aber die Piste soll gut sein. Naja gut ist uebertrieben. Sie ist befahrbar und trocken. Und die Landschaft ist ein Traum, erst weite Ebenen und dann Regenwald und da regnet es halt ab und an. Zum Beispiel Heute. Wir fahren, bis wir eine kleine Bar sehen und warten den Regen ab. Pudelnass wie wir sind, setzen wir uns wieder auf die Motorraeder und haben den Eindruck, das es 10km weiter ueberhaupt nicht geregnet hat.
Wir schaffen es noch bis Pointe Noire und suchen uns eine Unterkunft. Wir verteilen alle Papiere zum Trocknen und waschen unsere Fahrerklamotten.
Gut erholt haben wir heute ein bisschen die Stadt besichtigt, und muessen uns manchmal selber daran erinnern, dass wir hier im Kongo sind.
Schoene Gruesse aus dem Kongo
Werner und Claudia